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Über 450 Gäste bei Auftaktveranstaltung in der Stadthalle Brakel mit Sven Plöger

Das war ein Auftakt nach Maß: Über 450 interessierte Gäste folgten der Einladung des Kreises Höxter und der Städte Marienmünster, Nieheim und Warburg zur Auftaktveranstaltung für das gemeinsame Klimaschutzkonzept.

Schon vor dem offiziellen Beginn waren alle Plätze in der Brakeler Stadthalle besetzt. Höhepunkt war der Vortrag von TV-Wetterexperte Sven Plöger.

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Gemeinsam gaben (v. l.) die Bürgermeister Rainer Vidal und Robert Klocke, TV-Wetterexperte Sven Plöger, Landrat Friedhelm Spieker und Andreas Steege von der target GmbH in der Brakeler Stadthalle vor über 450 Gästen den Startschuss für das gemeinsame Klimaschutzkonzept der Kreises Höxter und der Städte Marienmünster, Nieheim und Warburg. Foto: Kreis Höxter


„Alles Leben auf der Erde ist vom Klima abhängig. Deshalb müssen wir uns fragen: Welche Steuerungsmöglichkeiten haben wir, um den menschengemachten Anteil am Klimawandel zu senken? Was kann jeder einzelne von uns dazu beitragen?“, erläuterte Landrat Friedhelm Spieker in seiner Begrüßungsrede. Dabei hob er die Bedeutung eines Klimaschutzkonzeptes hervor. „Alles, was in einer Region Bezug zum Klima hat, wird darin festgehalten. Beispiele sind der Energieverbrauch und die Anteile unterschiedlicher Energieträger. Das betrifft unsere Häuser und Betriebe, aber auch unsere Art der Fortbewegung, die sogenannte Mobilität. Es ist eine Art Inventur einer Region in Bezug auf das Klima. Außerdem wird darin festgelegt, welche klimarelevanten Maßnahmen wir vor Ort kurz- und langfristig umsetzen wollen.“

Landrat Spieker zählte dabei auch viele erfolgreiche Entwicklungen auf, die im Kreis Höxter bereits stattgefunden haben. Gezielte Umweltmaßnahmen in den Liegenschaften der Kreisverwaltung – dazu zählen etwa Bauhöfe, Schulen und Rettungswachen – hätten den CO2-Ausstoß durch das Heizen in den letzten Jahren bereits von 2.400 auf heute nur noch 340 Tonnen im Jahr schrumpfen lassen. Viele erfolgreiche Projekte wie ÖKOPROFIT oder der Stromspar-Check setzten darauf, in Betrieben und privaten Haushalten nicht nur Energie zu sparen, sondern auch Kosten zu senken. „Nun sind wir alle gefordert, auf diese Erfolge aufzubauen und viele gute Ideen für den Klimaschutz aktiv umzusetzen“, so Landrat Spieker.

Wie die nächsten Schritte bei der Erstellung eines gemeinsamen Klimaschutzkonzeptes aussehen, erörterte Andreas Steege, Geschäftsführer der target GmbH. Das Planungsbüro betreut die Projektpartner und koordiniert den Ablauf. „Zunächst werden Workshops zu den Handlungsfeldern Bildung, Unternehmen und Gebäude, kommunale Verwaltung, Mobilität, Raumplanung, Forst- und Landwirtschaft sowie Anpassung an den Klimawandel stattfinden. Unter breiter Bürgerbeteiligung werden dabei konkrete Maßnahmen erarbeitet, die dann in das Klimaschutzkonzept einfließen“, so Steege. Bis Sommer 2017 soll es erarbeitet und von den zuständigen politischen Gremien beschlossen sein.

Ein besonderer Höhepunkt der Auftaktveranstaltung war der Vortrag von TV-Meteorologe Sven Plöger, bekannt als Moderator der Sendung „Das Wetter im Ersten“ in der ARD. Auf verständliche und vor allem unterhaltsame Weise erklärte er seinem begeisterten Publikum die Zusammenhänge des Weltklimas. Skeptikern, die die globale Erderwärmung in Frage stellen, erteilte er dabei eine deutliche Abfuhr. „Auf unserem Planeten wird es wärmer. Diese Entwicklung ist in vielen Teilen der Welt bereits heute nachweisbar“, so Plöger. Schuld daran sei auch der oft zügellose Umgang mit Ressourcen. „Wir verbrauchen bereits heute umgerechnet jedes Jahr die Rohstoffe von 1,4 Erden. Der menschliche Fußabdruck auf unserem Planeten bleibt nicht ohne Folgen.“

So zeichne sich auch in Europa eine Wetterveränderung ab. „Hoch- und Tiefdruckgebiete, die uns entweder Trockenheit und Regen bescheren, wechseln sich normalerweise relativ regelmäßig ab. So bleibt die Natur im Gleichgewicht. In den letzten Jahren ist allerdings erkennbar, dass die einzelnen Hochs oder Tiefs länger unser Wetter bestimmen. Die Folgen sind häufig Extreme: entweder anhaltende Regenperioden mit möglichen Überschwemmungen oder Hitzewellen mit Trockenheiten und Dürren“, sagte der 50-jährige Diplom-Meteorologe.

Im Anschluss nutzten viele Zuhörerinnen und Zuhörer die Gelegenheit, um während einer Podiumsrunde mit Sven Plöger, Landrat Friedhelm Spieker, dem Nieheimer Bürgermeister Rainer Vidal und seinem Amtskollegen aus Marienmünster, Robert Klocke, Fragen zu stellen. Viele Gäste ließen sich auch Bücher von Sven Plöger signieren.

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